Till Eulenspiegel zu Gast in der Grundschule Bad Sachsa

Wer kennt ihn nicht, den bekanntesten Narren des Landes, Till Eulenspiegel? Am Mittwoch, dem 8. März, konnten die Kinder der Grundschule dem Wortverdreher, listigen Schalk und durchtriebenen Schlitzohr selber begegnen.

In zwei Vorstellungen führte das „theater en miniature“ das Narrenspiel mit Masken, Handpuppen, mittelalterlichen Kostümen und mittelalterlicher Musik auf. Dabei gelang es den Schauspielern mit den Figuren „Zack“ und „Zanni“ ausgezeichnet, zwei Komödianten zu spielen, die – als Rahmenhandlung – mit ihrem fahrbaren Theater von Marktplatz zu Marktplatz ziehen, um dort die Lebensgeschichte von Till Eulenspiegel zu präsentieren. Auf humorvolle und scherzhafte Weise konnte diese Rahmenhandlung immer wieder die Kinder für die folgenden Eulenspiegeleien sensibilisieren.
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Nacheinander schlüpften die beiden Komödianten jetzt in verschiedene Rollen: Tills Eltern, Nachbarn, hochgestellte Herren, verschiedene Handwerker und in einen König. Till Eulenspiegel selber wurde durch eine mitgeführte Marionette dargestellt. Und nun ging es los! Die Schauspieler nahmen die Kinder auf eine erlebnisreiche Reise durch Eulenspiegels Leben mit.

Beginnend mit der Geburt und der dreimaligen Taufe sahen wir Eulenspiegel - wie er auf einem Pferd hinter seinem Vater ritt (hier hatte „jemand den Schalk im Nacken“) und den Leuten seinen Hintern zeigte – wie er auf dem Seil gehen lernte – wie er den Leuten die Schuhe von den Füßen abschwatzte und sich nachher Alt und Jung in die Haare gerieten, um die eigenen Schuhe zurückzubekommen – wie er beim Schmied und beim Schuster die Aufträge allzu wörtlich nahm und weggejagt wurde – wie er hochgestellten Gästen eine Katze für einen Hasen ausgab – wie er mit einem König eine Wette abschloss und in ihm seinen Meister fand – und wie er schließlich beerdigt wurde. So sonderbar sein ganzes Leben war, so sonderbar wurde er auch begraben: Da er trotz Klopfens nicht in das Loch passte, wurde er einfach senkrecht stehend beerdigt.

Den beiden Schauspielern Ellen Heese und Andrej N. Joukov gelang es jedenfalls „spielend“, über 75 Minuten lang die jungen Zuschauer in ihren Bann zu ziehen und sie in die Welt des Mittelalters zu entführen. Dafür erhielten sie am Ende laute „Zugabe“-Rufe der Kinder.

„Till Eulenspiegel“ ist nach der Aufführung von „Alibaba und die 40 Räuber“ im letzten Schuljahr die zweite Vorstellung des „theater en miniature“ an der Grundschule, die von Schülern und Lehrern begeistert aufgenommen wurde.

Weitere Informationen zum Stück und Diaschau von der Aufführung in Sachsa (am Wochenende).