30.000 Euro für Investitionen in Grundschule

BAD SACHSA Die Haushaltsansätze für das Jahr 2008 haben im Mittelpunkt der Sitzung des Jugend-, Schul- und Sozialausschusses der Stadt Bad Sachsa gestanden.

Intensiv und ausgiebig verlief vor allem die Beratung für die Posten im Bereich des Schulausschusses. Hierbei betonte der Leiter des Hauptamtes der Stadt, Uwe Weick, dass es wenige Änderungen im Vergleich zum Vorjahr gebe. Er wies aber auf die mit 58.000 Euro veranschlagten Investitionskosten für die Grundschule Bad Sachsa hin, die sich aus Schulmöbeln (30.000 Euro) und zwei Computerterminals (28.000 Euro) zusammensetzen. Der Direktor der Einrichtung, Volker Längsfeld, betonte, dass die hohe Summe bei den Computerterminals differenziert betrachtet werden müsse. Da die Schule nach dem Umzug des Hortes in ehemalige Klassenräume aktuell über keinen Computerraum mehr verfüge, habe sich das Kollegium Gedanken gemacht, wie man die Kinder, was auch vom Niedersächsischen Schulgesetz gefordert werde, weiter an den neuen Medien unterrichten könne. Als Lösung wolle man hier mittelfristig auf jedem Flur einer Etage der Einrichtung eine Art Computerinsel installieren. Diese biete vier Arbeitsplätze pro Etage. Die hohen Kosten lägen daran, dass jeder PC aus Sicherheitsgründen in eine feste Installation integriert sei. So befinde sich der Monitor hinter festem Plexiglas, und die Tastatur sei mit in die Konstruktion eingelassen. Somit, so Längsfeld, seien die Rechner vor Diebstahl wie auch vor Vandalismus hinreichend geschützt. Die hohe Summe der Anschaffung einer solchen Insel belaufe sich vor allem auf die Installation, die Einzelanfertigung sei, und weniger auf die Rechner selbst, diese seien am billigsten bei der ganzen Installation.

„Diese Lösung mit 28.000 Euro ist die günstigste, die wir nach intensiver Suche finden konnten“, betonte Längsfeld.

Julian Zeug (SPD) schlug vor, Laptops zu nutzen, da diese günstiger seien und auch durch die Lehrkräfte einfacher zu überwachen seien. Längsfeld entgegnete, dass sich Laptops im Einsatz bei Grundschulen bislang nicht bewährt hätten, da sie zu reparaturanfällig durch den Umgang der Kinder seien.

Andreas Ziegenbein (SPD) schlug eine Lösung mit mobilen Schränken vor, die ebenfalls ein gewisses Maß an Sicherheit böten. Der Ausschussvorsitzende Frank Kellner betonte, dass für ihn der Hauptansatz bei der Ausstattung einer Klasse mit neuem Mobiliar und weniger bei den Rechnern liege. Ratsherr Andreas Ziegenbein schlug vor, insgesamt 30.000 Euro an Investitionen für die Grundschule einzuplanen (12.000 für die Ausstattung einer Klasse, 14.000 Euro für die Computer, 4.000 Euro für neue Stühle).

Dieser Antrag wurde einstimmig angenommen. Auch die weiteren Haushaltsansätze für die Bereiche Kultur, Sport und Soziales für das Haushaltsjahr 2008 wurden von den Mitgliedern des Ausschusses einstimmig angenommen.

aus: HarzKurier vom 05.12.2007