Glasbläser aus Lauscha zeigt seine Handwerkskunst

Kaum zu glauben: Da hantiert einer mit offenem Feuer, eigentlich etwas, dass man in der Schule gar nicht darf. Die Kinder staunten nicht schlecht, als Glasbläser Volker Müller-Schulwilm aus dem thüringischen Glasbläserstädtechen Lauscha den Bunsenbrenner entzündete und . . .
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... zur Demonstration wie heiß die Flamme sein kann, einen Nagel in der Mitte glattweg durchschmolz. Daniel aus der 2a wurde kurzerhand zum Hitzesachverständigen ernannt und bestätigte: verdammt heiß.
Fasziniert verfolgten die Kinder die Vorführung einer alten Handwerkskunst, die Müller-Schulwin bereits in der 13. Generation ausübt. Und dabei wurde es keineswegs langweilig, denn der Gast aus Thüringen konnte nicht nur prächtige bunte Glastiere aller Art in kunstvollen Formen kreieren, sondern hatte, und auch das brachte ihm bei den Kindern viele Punkte, einen gut ausgeprägten Sinn für Humor und kindgerechte Vermittlung komplizierter Sachverhalte.

Sie lernten, dass ohne Sand bei der Glasherstellung gar nichts geht und dass Glas beim Erhitzen biegsam ist wie Gummi. Sie konnten verfolgen wie er kleine Figuren aus Glas blies und das zunächst weiche Material in windeseile erstarrte.

So lieben Kinder den Unterricht, abwechslungsreich und spannend. Und vergessen werden sie diese Schulstunde so schnell nicht.
Text: mp-HarzKurier 1.12.2000

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